Tinos Verwandlung und Happy End

Tinos Verwandlung und happy end

Tino wurde am Valentinstag im Februar 2022 an der Hauptstraße in der Nähe von Riglia aufgegriffen.
Er war in extrem schlechten Zustand, offensichtlich über einen längeren Zeitraum ausgehungert und hatte schwere Hautprobleme, verursacht durch Milben und Parasitenbefall.
Wie sich am schon nächsten Tag durch eine Untersuchung beim Tierarzt herausstellte, war er zudem schwer an Leishmaniose erkrankt.
In den kommenden Wochen begann unser und sein Kampf um sein Leben; ihm war nur ein spezielles Diätfutter erlaubt, von dem er 3x täglich immer nur sehr wenig fressen konnte. Gleichzeitig mussten wir mit der kräftezehrenden Therapie mit Milteforan gegen die weit fortgeschrittenen Krankheit beginnen.
Es gab Tage, da schien er aufzugeben, und wir mussten ihn mental und auch physisch stützen.
An anderen Tagen verloren wir die Hoffnung, aber er baute uns mit seinem Blick wieder auf.
Für seine Betreuung waren teilweise mehr als zehn Freiwillige eingeteilt, denn er musste isoliert werden von anderen Hunden, und dennoch mehrmals täglich besucht werden.
Was uns spontan alle einte: die große Liebe zu diesem außergewöhnlichen Hund.
Glenn, der seinen Urlaub hier in Neochori verbrachte, meldete sich als Freiwilliger glücklicherweise schon Anfang März, als wir eine Intensiv-Pflegestelle für Tino suchten.
Glenn stellte sein Haus und seinen Garten zur Verfügung, er fütterte ihn und versorgte seine Wunden – aber er tat noch sehr viel mehr: Er ließ Tino wochenlang nicht alleine, baute ihn auf, lobte ihn und ließ ihn seine große Liebe zu ihm spüren.
Fortan durften wir Tino in vertrauter Umgebung auch währen Glenn´s Abwesenheit dort versorgen; wieder gab es viele Menschen, die Tino besuchten, immer weitere Spaziergänge mit ihm machten und sich immer begeistert austauschten über jeden einzelnen Fortschritt.
Glenn wurde bald klar, dass seine Familie Tino adoptieren würde, und so durfte Tino gestern in London bei ihnen einziehen!
Seine neue Hundefreundin MIA, auch ehemals ausgesetzt in der Mani, freut sich riesig über seine Gesellschaft und Tino begann dort seinen neuen Lebensabschnitt mit aller Selbstverständlichkeit, Loyalität – und der ihm typischen Gelassenheit!
Hier alle Freiwilligen aufzuzählen, die diese wunderbare Geschichte ermöglicht haben, würde den Rahmen sprengen. Es waren so viele! Und jeder einzelne von ihnen war wichtig…
Glenn natürlich ganz besonders. 🙂